Paris, Flohmarkt Puces de St. Ouen und Quartier Latin

Am Samstag Vormittag sind wir zuerst zum Flohmarkt am Porte de Clignancourt gefahren. Der Marché aux Puces de St. Ouen befindet sich einige hundert Meter weiter in der St. Ouen-Straße nach einer Brückenüberführung. Durch ein Eingangstor taucht man ein in eine Vielzahl kleiner Gassen mit festen barackenähnlichen Verkaufsständen/-häuschen mit im Allgemeinen hochwertiger Flohmarktware und Sammlerstücken aller Art bis hin zu Antiquitäten und Kunstobjekten.


Gegen Mittag sind wir mit der Metro bis zur Station Odeon gefahren und danach über den Place de la Sorbonne zum Jardin Luxembourg gelaufen. Der Jardin du Luxembourg ist ein früher königlicher, heute staatlicher Schlosspark im Pariser Quartier Latin (6. Arrondissement) mit einer Fläche von 26 Hektar. Die Anlage gehört zum Palais du Luxembourg, in dem der Senat tagt, die zweite Kammer des französischen Parlamentes.



Weiter ging es durch das Quartier Latin über die Pont des Arts zum Louvre. Das Quartier Latin (Lateinisches Viertel) ist das traditionelle Studentenviertel in Paris. Sein Name leitet sich von der Tatsache ab, dass die Studenten und Gelehrten der nahegelegenen Sorbonne dort über lange Zeit Latein sprachen.

Der Pont des Arts (dt.: Brücke der Künste) war die erste Eisenbrücke von Paris. Es handelt sich um eine über die Seine führende Fußgängerbrücke. Die 155 Meter lange und 9,80 Meter breite Brücke besteht aus 7 Bögen mit jeweils ca. 22 Metern Spannweite, die auf 6 Brückenpfeilern aus Stahlbeton ruhen, die mit Quadersteinen verkleidet sind. Der Brückenboden besteht aus in kleinen Abständen aneinandergelegten Balken aus hartem westafrikanischem Azobe-Holz. Heute ist es Brauch von Parisern und Touristen, ihre Liebe mit einem Schloss zu besiegeln (speziell am Valentinstag), das am Eisengitterzaun der Brücke befestigt wird. Der Schlüssel wird anschließend in die Seine geworfen. Die Stadt Paris lässt die Schlösser wegen der Masse allerdings in unregelmäßigen Abständen wieder entfernen.

Mit letzten Eindrücken von der Esplanade de la Libération und dem Hotel de Ville (Rathaus von Paris), sowie der Kathedrale Notre-Dame endet unsere Reise durch Paris. Es war eine sehr schöne, erlebnisreiche Woche mit vielen neuen Eindrücken.

Paris, Parc de la Villette und Madeleine

Am Freitag Vormittag sind wir mit der Metro bis zur Station Stalingrad gefahren. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurden am 10. Februar 1946 die Métrostation und der dazugehörige Platz zur Erinnerung an den Sieg der Roten Armee über die 6. deutsche Armee in der Schlacht von Stalingrad in „Stalingrad“ umbenannt.


Spaziergang entlang des Bassin de Villette bis zum Parc de la Villette und dem Centre Science. Das Bassin de la Villette ist das größte künstliche Gewässer von Paris. Früher Drehkreuz der Binnenschiffahrt ist es heute ein Naherholungsgebiet im 19. Arrondissement. Die Cité des sciences et de l'industrie (dt.: Stadt der Wissenschaften und der Industrie) dominiert den nördlichen Teil des Parc de la Villette im 19. Arrondissement von Paris. Sie ist Herzstück einer Einrichtung zum Zweck der Förderung der wissenschaftlichen und technischen Kultur: Mehr als ein Wissenschafts-, Technik- und Industriemuseum bildet sie eine eigene Stadt (Cité) und ist das größte populärwissenschaftliche Museum Europas. Gemeinsam mit der Cité de la musique und dem Conservatoire national supérieur de musique et de danse de Paris bildet sie jeweils einen Eckpunkt im Parc de la Villette.



Vom Place de la Porte de Pantin sind wir mit der Tram Bahn bis zur Porte de Versailles und von dort mit der Metro zurück zum Hotel gefahren. Die Linie T3 der Pariser Straßenbahn war die erste neue Straßenbahnlinie, die innerhalb der französischen Hauptstadt verkehrt (13., 14. und 15. Arrondissement). Sie wurde 2006 in Betrieb genommen, im Dezember 2012 verlängert und verbindet in zwei Abschnitten auf einer Länge von 22,4 Kilometern die Stationen Pont du Garigliano im Südwesten und Porte de la Chapelle im Norden von Paris. Dabei liegt ihre Trasse auf den Boulevards des Maréchaux, eine Aneinanderreihung von Boulevards, die Paris an seinen Außengrenzen parallel zur Périphérique umgeben, weswegen sie auch als Tramway des Maréchaux bekannt ist.

Zum Abendessen waren wir im Flunch, einer günstigen Restaurant Kette mit Kantinen Charakter. Danach ging es mit der Metro zum Place de la Concorde. Im Durchgang der Metrostation Concorde spielte eine Jazzband. Zu der Metro Musik habe ich übrigens einen interessanten Artikel in der Berliner Zeitung PARIS SWINGT IM UNTERGRUND gefunden.


Zu Fuß ging es dann weiter zum Place Vendôme, der Pfarrkirche Madeleine, dem Amtssitz des Staatspräsidenten der Französischen Republik dem Élysée-Palast, bis zum Parc Monceau. Von dort sind wir mit der Metro 2 zurück bis zum Place de Clichy gefahren.

Paris, Pont Alexandre III bis zum Eiffel Turm

Auch der Donnerstag begann mit zum Teil heftigen Regenschauern. Wir sind zur Metro Station Champs-Élysées-Clemenceau gefahren, da dort in unmittelbarer Nachbarschaft der Grand Palais sowie der Petit Palais, zwei zur Weltausstellung im Jahr 1900 in Paris errichtete Ausstellungsgebäude liegen. Die Pont Alexandre III, ganz in der Nähe der Ausstellungsgebäude, ist eine im Stil des Neobarocks errichtete Brücke über die Seine. Sie gilt als die wohl eindrucksvollste und auch kühnste Bogenbrücke ihrer Epoche.



Weiter ging es dann über die Pariser Prachtstraße Avenue Champs-Elysee zum Charles de Gaulle Etoile. Die Place Charles-de-Gaulle (zuvor Place de l'Étoile) ist einer der größten Plätze von Paris. Auf dem kreisrunden, ca. 240 m durchmessenden Platz stoßen das 8., das 16. und das 17. Pariser Arrondissement zusammen. Das Zentrum des Platzes bildet der Triumphbogen.

Vom Palais de Chaillot am Trocadéro hat man einen wunderbaren Blick auf den Eiffelturm. Der von 1887 bis 1889 errichtete 324 Meter hohe Eisenfachwerkturm wurde als monumentales Eingangsportal und Aussichtsturm für die Weltausstellung zur Erinnerung an den 100. Jahrestag der Französischen Revolution gebaut. Der nach dem Erbauer Gustave Eiffel benannte Turm war von seiner Erbauung bis zur Fertigstellung des Chrysler Building 1930 in New York das höchste Bauwerk der Welt. Mich beeindruckt der Turm auch noch heute.

Am Abend waren wir noch im Stadtteil Montmartre unterwegs zum Place du Tertre und der Basilika Sacré-Cœur. Der Place du Tertre liegt in 130 m Höhe im 18. Arrondissement ca. 200 m westlich von Sacré-Cœur entfernt und gilt als das Herz des Stadtteils Montmartre.

Paris, von den Passagen zum Centre Pompidou

Der Mittwoch war der verregnetste Tag unseres Urlaubes und so planten wir ein Museumsbesuch im Louvre. Als wir dort ankamen mussten wir feststellen, das viele Leute so dachten und wir hatten einfach keine Lust uns im Regen in der Schlange vor der Kasse einzureihen.

So sind wir durch die Arkaden des Palais Royal auch regenfrei bis zum nächsten Bistro gelaufen.Als nächstes liefen wir durch die Passage Choiseul, wo wir in einem italienischen Schnellrestaurant eine Kleinigkeit zu Mittag gegessen hatten.



Weiter ging es dann zum Boulevard Montmartre mit seinen Passagen Passage VerdeauPassage des Panoramas und der Passage Jouffroy. Leider mussten wir die Passage Jouffroy wegen Filmaufnahmen und Absperrungen etwas schneller durchqueren. Nachdem sich das Wetter nun gebessert hatte sind wir sind den Boulevard Poissonnière entlang bis zur Rue St. Denis, zum Forum Les Halles und weiter bis zum Centre Georges Pompidou gelaufen.

Das Centre Pompidou soll der französischen Bevölkerung freien Zugang zu Wissen ermöglichen. Hier ist die Bibliothèque Publique d"Information untergebracht, das Museum für Moderne Kunst (Musée National d"Art Moderne) mit einer großartigen Sammlung von Kunst des 20. Jahrhunderts.

Die Rolltreppen bis zur Aussichtsplattform kann man kostenlos benutzen und hat einen interessanten Blick über Paris. Leider fing es dann wieder zu regnen an und so sind wir mit dem Bus zurück zum Hotel gefahren.