Der Duft einer Blumenwiese

Ist es nicht herrlich mit offenen Augen durch die Natur zu gehen ?
Auf der Sommerwiese summt und brummt es um einem herum und ein angenehmer Blütenduft liegt in der Luft.


Wenn ich solche intakten Wiesen sehe, dann lacht mein Herz.
Die Natur um uns herum ist wunderschön, wird aber von uns hektischen Menschen leider viel zu selten wahrgenommen.

Die Wärme der Sauna

Seit meinem 18. Lebensjahr besuche ich regelmäßig die Sauna. Ich konnte mir immer nichts unter einer Sauna vorstellen und habe es dann einfach mal mit einem Schulfreund ausgetestet. Es hatte uns Beiden recht gut gefallen und so verabredeten wir uns jeden Freitag in der Sauna. Als ich meine Frau kennen lernte, war auch sie noch niemals zuvor in einer Sauna. Die Ruhe und Entspannung in der Sauna gefiel auch ihr. So hat es sich dann ergeben, daß wir wöchentlich einmal in die Sauna gehen.


Auf dem Bild oben seht ihr mich beim Anheizen einer original Holzofensauna in einem Ferienhaus in Finnland. Die trockene Wärme und der Duft des Holzes ist für mich das aller Größte.

Doch was mag ich eigentlich so gerne am saunieren ?

Wohlige Wärme zieht durch den ganzen Körper. Man fühlt, wie sich alle Muskeln entspannen und der Schweiss so langsam aus den Poren rinnt. Meinen Körper nehme ich jetzt ganz bewußt wahr. Irgendwann merke ich auch mein Herz stärker schlagen und sehne mich nach Abkühlung. Wenn ich dann in den See springe oder mich unter der kalten Dusche abkühle, dann dampft mein Körper aus allen Poren. Nach der Abkühlung hat man das Gefühl, daß der ganze Körper atmet. Eine wohlige Schwere lässt einem bis zum nächsten Saunagang dösen und die Zeit und allen Trubel vergessen. Ich mache oftmals bis zu sechs Saunagänge.

Ja, ich gebe es zu, ich bin saunasüchtig.

Ein kühles Bier

Damals bin ich mit meinen Eltern im Sommerurlaub recht häufig nach Bayern gefahren. Auf den Wanderungen sind wir in zünftige Gasthäuser eingekehrt und haben unseren Durst gelöscht. Als sechzehnjähriger trank ich natürlich Spezi. Eines Tages fragte mich mein Vater, ob ich nicht mal ein Bier trinken wolle. Ich hatte es versucht, fand es aber zu bitter. Dann probierte ich ein Weizenbier, das schmeckte nicht bitter und war geschmacklich interessant. Irgendwie gewöhnte ich mich im Laufe unseres Urlaubes an den Geschmack und fand es auf einmal lecker.

Wieder Zuhause in Hannover wollte ich dann auch mal ein Weizenbier trinken. In den siebziger Jahren war aber Weizenbier in der nordischen Gastronomie noch so gut wie unbekannt. Ich fuhr dann zum Getränkefachgroßhändler Plumhoff & Düker in Langenhagen und fragte dort nach Weizenbier. Und tatsächlich hatten sie einen Kasten Erdinger Weissbier auf Lager. Jeden Tag trank ich dann ganz genüsslich eine Flasche und fühlte mich wie im Urlaub.


Auch heute noch genieße ich es ganz in Ruhe ein Bier zu trinken und bei unseren Touren in Biergärten einzukehren. Ich fühle mich dann immer ganz entspannt, so wie im Urlaub. Mein tägliches Bier trinke ich ganz bewußt. Ich mag einfach den erfrischend, prickeld, herben Geschmack eines kühlen Bieres.

Frische Luft

Im März 1988 bin ich mit meinem Bruder nach Istanbul geflogen. Wir hatten ein kleines Hotelzimmer im Stadtviertel Sultanahmet unweit der blauen Mosche bezogen. Im März ist es auch in Istanbul noch ein wenig kalt, sodaß die Wohnungen geheizt werden müssen. Da gibt es in den meisten Wohnzimmern einfacher Öfen, in denen Braunkohle verbrannt wird. Die meisten Häuser besitzen keine Schornsteine; es wir einfach ein Ofenrohr durch die Außenmauer zur Straße geschoben. Dementsprechend ist dann auch die Luft in der Stadt. An manchen Tagen verhüllt der Smog, den sonst sehr schönen Blick über den Bosporus, gänzlich.


Wenn man sich die Nase schneuzte war das Taschentuch schwarz. Das Lüften des Hotelzimmers ließ man besser gleich bleiben. Wir sehnten uns, während unseres ansonsten sehr interessanten Urlaubs, nach sauberer Luft zum Atmen. Doch die gab es in Istanbul zu dieser Zeit nirgendwo. Als ich dann wieder nach Hause kam, habe ich die frische Luft in unserem Wald ganz anders genossen. Mir ist dabei klar geworden, was es für die Menschen in den Megastädten bedeutet, permanent im Smog zu leben. Seit dieser Zeit genieße ich saubere ,klare Luft viel intensiver.

Wasser ist Leben

In den siebziger Jahren war ich mit meinen Eltern auf einem Campingplatz in Jugoslavien in der Nähe von Zadar, direkt an der Küste im Karstgebiet. Der Campingplatz lag wunderschön, hatte aber einen großen Nachtteil, es herrschte Wassermangel. Jeden Tag kam ein Wasserwagen vorbei und füllte die Zisternen. Dieses Wasser reichte aber gerade mal bis zum Mittag. Auch die Getränke im Campingmarkt waren sehr schnell ausverkauft und natürlich alle lauwarm.

Man kam also aus dem 28 Grad warmen Wasser und konnte sich nicht abduschen. Das Salzwasser klebte auf der Haut. An Land war es aber noch viel heisser und so ging man doch wieder ins Wasser. Nach kurzer Zeit hatte ich einen saftigen Sonnenbrand und konnte nur noch mit T-Shirt ins Wasser gehen. Und ewig hatte man Durst und konnte leider nicht viel dagegen tun. Ich wäre am liebsten gleich von dort weggefahren, aber meine Eltern wollten noch bleiben. Nachts kühlte es im Karstgebiet auch nicht weiter als bis +30 Grad ab. Ein Großteil der Camper schlief unter freien Himmel. Und die Felsen gaben erbarmungslos Wärme ab.


Wir sind dann zum Wasser holen in ein Bergdorf gefahren, wo wir das Wasser aus einem alten Ziehbrunnen in unsere Kanister füllten. So hatten wir wenigstens etwas Wasser zum trinken. Wir sahen einen ausgeschilderten Wanderpfad in die Berge, den sind wir dann trotz der Bruthitze lang gewandert. Jeh höher wir kamen, umso grüner wurde es. Dann war dort tatsächlich ein kleiner Bach mit einer etwas tieferen Mulde. Jetzt konnte mich keiner mehr halten, ich musste ins Wasser. Und das war ein Traum, herrlich kühl und erfrischend. Ich kam mir vor wie neugeboren und wollte nicht mehr aus dem Wasser steigen. Das Wasser war so klar, daß wir auch unseren Durst stillen konnten.

Diese Erlebnis ist bei mir im Kopf hängengeblieben. Wie genoß ich es Zuhause einfach den Wasserhahn aufzudrehen oder mich unter eine erfrischende Dusche zu stellen. Das ist für uns alles so selbstverständlich, daß wir das gar nicht mehr zur Kenntnis nehmen. Für viele Menschen auf der Welt ist das aber nicht so, meine Uraubserlebnisse gehören bei Ihnen zum Alltag.

Man lebt nur einmal

Keiner weiß wie lange er auf dieser Erde sei darf und doch leben die meisten Menschen so, als könnten sie alles wiederholen.
Dabei sagt man doch immer "Lebe hier und Heute, sonst lebst Du nie". Es bleibt aber meistens bei dem Spruch und man verfällt wieder in den Alltagstrott.

Immer wenn ein Angehöriger oder guter Bekannter stirbt denkt man sich, ab heute werde ich bewußter leben. Meine Tante ist sterbenskrank und wird wohl in den nächsten Wochen sterben. Und siehe da, ich mache mir mal wieder meine Gedanken über das Leben.


Viel zu oft sorgt man sich doch über belanglose Sachen. Wie viele Dinge, die für einen früher einmal wichtig waren, sind doch heute wirklich unwichtig geworden. Ich möchte in diesem blog versuchen unsere wunderschöne Welt einmal mit anderen Augen zu betrachten und bewußter zu erleben. Auch ohne viel Geld auszugeben gibt doch so viel Schönes zu bestaunen. In unserem Urlaub in Finnland habe ich beispielsweise die absolute Ruhe am See sehr genossen. Es sind doch oftmals die Kleinigkeiten, die unser Leben lebenswert machen.

Sehr schön zu diesem Thema passt auch dieser Song von Monty Pyton aus dem Film "Das Leben der Brian" Doch hört selbst.